Abenteuer in Griechenland – Santorin

So meine Lieben =) Endlich habe ich es geschafft Herr über das Bildermeer von einem wirklich wunderschönen Urlaub zu werden. Da ich im Moment noch den guten alten universitären Pflichten nachgehen musste, konnte ich leider nicht so schnell Bilder für euch heraus putzen 😉 Ich war im September mit meiner männlichen Hälfte in Griechenland. Wir hatten uns entschieden unsere eigene Tour zusammen zu stellen. Dabei standen die Inseln Sontorini, Naxos und die Hauptstadt Athen auf unserer „da wollen wir unbedingt hin Liste“. Unsere Tour sah wie folgt aus. Erst Santorini, dann Naxos und ganz zum Schluss nach Athen. Da ich mal wieder viel zu viele Bilder aufgenommen habe und ich euch nicht mit einem endlosen Beitrag erschlagen möchte, gibt es von jeder Etappe unserer Reise einen eigenen Beitrag. Der ist dann hoffentlich nicht ganz so ermüdend und ihr kommt noch mit, wo denn die ganzen Bilder überhaupt geschossen wurden 😉

Wir sind von München aus am späten Nachmittag nach Athen geflogen und sind gleich vom Flughafen aus mit dem Bus eine Dreiviertelstunde in die Hafenstadt Piräus gefahren, da unsere Fähre nach Santorin am nächsten Morgen von dort ablegen sollte. Im Dunkeln kamen wir spät abends in unserem Hotel an und im Dunkeln sind wir viel zu früh wieder zum Hafen aufgebrochen. Natürlich allein schon vom Schlafen nass geschwitzt… Die Fahrt mit der gigantischen Fähre dauerte ca. sieben Stunden, die einem doch recht lang werden können. Auch wenn man an ganz vielen vulkanischen Inseln entlangfährt und an den Zwischenstopps eine Ladung Touristen aus dem Bauch des Schiffs ausgespuckt werden und sich neue Massen hineindrängen. Endlich wurden auch wir ausgespuckt und drängten uns im Strom der Menschen auf den kleinen Pier des Hafens in Richtung der Busse. Wir sind dann mit einem Kleinbus vom Shuttleservice, der uns direkt an unserem Hotel abgesetzt hat, die enge und kurvige Straße die Steilklippe hinauf getuckert. Santorin ist eine vulkanische Insel, deren „Hauptstadt“ Fira hoch oben auf den Klippen der roten und schwarzen Felsen thront. Und dort ging unsere Fahrt hin. Nachdem wir uns dann etwas frisch gemacht hatten, begaben wir uns auf der Suche nach etwas leckerem zu Essen hinein in die mit Touristenfallen überfüllten, kleinen, verworrenen Gässchen.

Das besondere auf Santorin sind die weißen in den Berg gebauten Häuschen und die unzähligen Kirchen. Der vulkanische Ursprung von Santorin und den Nachbarinseln  verursachte schon mehrere große Katastrophen durch die Explosionen der heute zum Großteil ruhenden Vulkane. Da die Menschen auf den Inseln ja nicht ausweichen konnten, blieb ihnen einzig das Beten und Hoffen auf bessere Zeiten. Daher auch der Name Santorin, was so viel heißt wie um Frieden beten. Die Kirchen mit den blauen Kuppeldächern sind zwar am meisten auf den Postkarten zu finden aber es gibt dort stilistisch ganz unterschiedliche =) Nachdem wir gesättigt waren und schon mal den wahnsinnig schönen Blick von Fira aus genossen hatten, sind wir ein bisschen abseits der Touristenwege die andere Seite des Städtchens erkunden gegangen. Dort wo die Einheimischen wohnen und man in Sackgassen läuft 😉

Auf Santorin fahren praktischerweise recht günstige Busse, mit denen man zu allen interessanten Stellen gelangt. Wir haben eine riesige Ausgrabungsstädte besucht, in welcher sie eine komplette Stadt gefunden haben, die durch einen Vulkanausbruch verschüttet worden ist und die schon damals Abwassersysteme besaß. Dem roten Strand haben wir auch einen Besuch abgestattet. Zu dem musste man echt ganz schön durch die Felsen kraxeln….

Besonderheit auf der Insel ist auch der Schwarze Sand, den es an den Ständen auf der Anderen Seite der Insel gibt. Dort haben wir auch Halt gemacht und sind zum ersten Mal baden gegangen 😉 Gegen Abend sind wir dann in Fira zu einer Art Stadtfelswanderung los gezogen und haben uns durch die verzweigten Gässchen mit immer mehr werdenden Nobelhotels und gigantischem Ausblick i Richtung Felsbrocken an der Steilküste vorgearbeitet. Dabei haben wir unterwegs noch, wie es sich für brave Touristen gehört, das Postkarten Motiv schlecht hin fotografiert (das auf den Namen der Insel anspielt: Kirche und der unglückbringende Vulkan um Hintergrund) 😛

Unser Ziel ist auf diesem Bild ganz hinten links 😉 Und auf dem Weg dorthin gab es auch wieder eine Menge toller Motive ❤

Als wir zur richtigen Stelle gefunden hatten, haben wir uns dann im Abendlicht an den Abstieg zum Felsen gemacht (klingt schlimmer als es war auch wenn ich ohne Kondition total im Eimer war und immer hinten nach geschlappt bin)

Ganz nach oben auf den Felsen konnte man leider nicht oder zumindest nicht ohne wirklich zu klettern aber allein der Weg dahin hatte sich gelohnt =)

Nur zurück mussten wir uns ein bisschen beeilen, da das Licht immer weniger wurde und wir nicht auf den steinigen Stufen doch noch verunglücken wollten. Da gings teilweise recht steil runter… Aber wir haben es pünktlich zum Sonnenuntergang wieder nach oben geschafft.

Am nächsten Morgen sind wir dann zu einer Touristentour mit dem Boot aufgebrochen. Um zu unserem Boot zu kommen mussten wir zum alten Hafen von Fira die ewig lange steinerne, in die Klippen gebaute, Treppe hinunter steigen. Der Abstieg war für mich wirklich sehr anstrengend (und auf dem Rückweg habe ich wirklich gedacht ich schaffe es nicht mehr nach oben). Aber das schlimmste war nicht der Abstieg an sich sondern die armen Esel und Pferde. Die mussten in der Hitze fette Touristen der Berg rauf und runter schleppen =( Zum Teil wurden sie in Horden wieder zurück getrieben um neue Lasten ein zu sammeln oder standen verloren auf den Stufen. Verletzt, ohne Wasser…. Den Gestank von den vielen Ausscheidungen der armen Tiere in der Hitze möchte man sich nicht vorstellen und hat den mühsamen Weg auch nicht gerade angenehmer gemacht…. Aber darüber möchte ich dann noch einen gesonderten Beitrag schreiben, denn das haben sie sich verdient, die sanften Vierbeiner.

Unser Boot haben wir noch auf den letzten Drücker erreicht (ich natürlich fix und fertig und schön durch geschwitzt) Wir haben die jüngste Vulkaninsel besucht, die bei dem letzten Ausbruch der Vulkane um Santorin entstanden ist. Dort gab es ganz viel Hitze in der Mittagssonne und noch mehr Geröll und Touristen. War aber wirklich einen Ausflug Wert und wir hatten einen tollen Guide.

Anschließend sind wir zu heißen Quellen im Meer gefahren (geschifft 😛 ) in welchen wir baden konnten. Sie hatten die ansprechende Farbe von Dünnschiss (die vom oxidierten Eisen kam) waren aber wirklich schön warm. Zu einem  Fischerdörfchen auf eine Nachbarinsel sind wir auch noch geschippert. Auch hier gab es wieder die armen Eselchen. Und danach zurück zum alten Hafen von Fira. Hier bot sich dann noch einmal eine herrliche Aussicht vom Wasser auf die Insel =)

Nachdem ich den Aufstieg nur knapp überlebt hatte sind wir an unserem letzten Abend auf Santorin in den Bus nach Oia gestiegen. Man sollte von dem schönen Örtchen aus angeblich einen wirklich tollen Sonnenuntergang erleben können. Das konnten wir dann aus dem Busfenster heraus bestätigen, da wir leider zu spät los gefahren und nicht mehr rechtzeitig angekommen sind. Aber der Sonnenuntergang war auch durch die dreckigen Scheiben des Busses gigantisch. Dort angekommen haben wir uns dann durch die überfüllten Gassen gekämpft (es gab wohl viele, die es rechtzeitig geschafft hatten) und haben dort glaube ich das schlechteste Essen des gesamten Urlaubs gegessen. Hier ist noch eines der letzten Bilder aus Oia bevor mein Akku alle war 😉

Am nächsten Vormittag sind wir dann mit der Fähre nach Naxos aufgebrochen und davor habe ich noch kläglich in einem Café gegen den lieben Jo beim Siedler von Catan Kartenspiel verloren (immerhin hatte ich dabei eine schöne Aussicht über das Mittelmeer). Über unsere Erlebnisse auf Naxos berichte ich das nächste Mal 😉

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2 Gedanken zu “Abenteuer in Griechenland – Santorin

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